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Hintergründe zu
Elektroauto-Ladestationen

​Welche Arten von Ladestationen gibt es?


Bei Ladestationen wird zwischen zwei verschiedenen Ladearten unterschieden: AC-Ladestationen (Wechselstrom) und DC-Ladestationen (Gleichstrom). Im Elektroauto wird der Wechselstrom durch einen Gleichrichter in Gleichstrom umgewandelt, da die Batterie mit Gleichstrom geladen wird. Bei DC-Ladestationen wird der Strom bereits in der Ladestation in Gleichstrom umgewandelt. Dabei sind Ladeleistungen bis zu 350 kW möglich. Gleichstrom-Ladestationen sind bspw. an Autobahnraststätten zu sehen, da an diesen Standorten ein schneller Ladevorgang erwartet wird. Für Städte, Kommunen sowie private Haushalte und bei Gewerbeimmobilien hat sich die AC-Ladestation etabliert.

Welcher Steckertyp wird an Ladestationen benötigt?

Der Typ 1-Stecker ist ein einphasiger Stecker, welcher Ladeleistungen bis zu 7,4 kW (230 V, 32 A) ermöglicht. Der Standard ist in Europa eher unüblich, dadurch gibt es wenig Ladesäulen mit festem Typ 1-Ladekabel.

In Europa gilt der Standard des s.g. "Typ 2-Steckers" auf Seite der Ladeinfrastruktur. 

Wie lange dauert das Laden?

Die Ladedauer hängt von zwei Kriterien ab: Zum einen von der Ladeleistung der Ladestation und zum anderen von der Aufnahmeleistung des Elektrofahrzeuges. Dies hängt auch davon ab, ob einphasig oder dreiphasig geladen werden kann. 

Gibt es Zuschüsse?

Die Förderung unterschiedet sich von Anbieter zu Anbieter, von Bundesland zu Bundesland, von Stadt zu Stadt.

Beispiel Nordrhein-Westfalen: Wer sich eine private Ladestation anschafft, bekommt bis zu 2500 Euro, Unternehmen, die öffentliche Ladepunkte einrichten, sogar bis zu 6000 Euro.

Das Bundesland Sachsen bezahlt 1000 Euro an Besitzer von Elektroautos, die sich einen Stromspeicher anschaffen – und 200 Euro extra für jede Kilowattstunde Speicherkapazität.

Auch in Schleswig-Holstein gibt es Geld: Für den Kauf einer Wallbox 400 Euro Zuschuss, für die Installation nochmal 400 Euro. Wer eine Photovoltaikanlage mit fünf Kilowatt und eine Wallbox anschafft, bekommt 600 Euro für die Ladestation.

Auch die KfW-Bank hat ein Förderprogramm, bei dem Ladestationen bezuschusst werden.

Wir zeigen Ihnen, welche konkreten Förderungen und Zuschüsse möglich sind!

Ist mit weiteren Elektroautos zu rechnen?

Die Prognose der nationalen Plattform Elektromobilität prognostiziert einen konservativen und einem optimistischen Verlauf. Davon ausgehend wird erwartet, dass im Jahr 2025 die kumulierten Neuzulassungen an Elektrofahrzeugen, auf zwischen 1,7 und 3,1 Millionen Fahrzeuge ansteigen; dies würde einem Marktanteil zwischen 4 und 6,5 Prozent entsprechen. Bis 2030 kann sich die Anzahl auf etwa 4,2 bis 7 Millionen Elektrofahrzeuge bei einem Marktanteil von 10 bis 15 Prozent erhöhen.

Wird es mehr Ladepunkte in Deutschland geben?

Bereits 2025 soll eine Schnellladeinfrastruktur vorhanden sein, die dem heutigen Verhältnis zw. Fahrzeugen und kraftstoffbezogenen Zapfsäulen entspricht. Die Anzahl der Ladepunkte wird sich von aktuell wenigen hundertausenden bis 2025 auf ca. 3 Millionen Ladepunkte kumulieren. Es ist insbesondere davon auszugehen, dass der private, privatwirtschaftliche und halböffentliche Bereich einen großen Ausbau erfahren wird. Fünf Jahre später, 2030, ist mit einer erneuten Verdoppelung an Anzahl Ladepunkten auszugehen.